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Das erste Saisonspiel ist gespielt – und endet für uns mit einer 23:33-Niederlage gegen den HC Büelen Nesslau. Was zu Beginn noch nach einem durchaus ausgeglichenen Spiel aussah, entwickelte sich nach der Pause leider zunehmend zu einer klaren Angelegenheit für die Nesslauerinnen.

Die ersten 20 Minuten verliefen relativ ausgeglichen. Zwar lagen wir meist mit ungefähr zwei Toren hinten, liessen uns davon aber nicht abschütteln. In der 20. Minute war es dann Cheyenne, die den Ausgleich zum 11:11 erzielte und damit für einen kleinen Stimmungshöhepunkt sorgte. Bis zur Pause konnten sich die Nesslauerinnen jedoch wieder etwas absetzen, weshalb es mit 13:16 in die Kabine ging.

Nach der Pause folgte dann unser altbekanntes Tief. Büelen nutzte unsere Schwierigkeiten und zog zunächst auf sieben Tore davon. Bis zur 45. Minute war der Rückstand bereits auf zehn Tore angewachsen. Diesen Abstand konnten wir bis zum Schluss halten, womit am Ende ein 23:33 auf der Anzeigetafel stand.

Ganz unerwähnt bleiben sollte dabei unsere Schussauswertung nicht: Mit gerade einmal 43 % war da definitiv noch Luft nach oben. Immerhin gingen ganze neun unserer 23 Tore auf das Konto von Yasmin, die damit gleichzeitig unsere Topscorerin des Abends war.

Auch defensiv hatten wir mit den schnellen Nesslauerinnen zu kämpfen. Unsere 4:2-Verteidigung war schlicht zu langsam, um bei den schnellen Angriffen immer rechtzeitig hinterherzukommen. Dazu kam eine durchaus körperbetonte Gangart der Gegnerinnen, die uns das Leben zusätzlich erschwerte. Ob kaputter Finger, Schlag ins Gesicht oder voller Einsatz gegen den Brustkorb – die Nesslauerinnen machten uns deutlich, dass sie beim Verteidigen nicht unbedingt auf Kuschelkurs waren. Bis zur 55. Minute dauerte es allerdings, bis dies auch einmal in Form von zwei Zweiminutenstrafen Konsequenzen hatte.

Für den wohl grössten Aufreger des Spiels sorgte allerdings unsere Torhüterinnen-Position. Nach einer kurzen Verletzungspause von Cécile musste plötzlich eine Ersatzlösung her. Und wer könnte dafür besser geeignet sein als Mara – ihres Zeichens definitiv kein Goalie. Kurzentschlossen stellte sie sich zwischen die Pfosten und wurde vom Publikum dafür erst einmal ordentlich gefeiert.

Und offenbar liess sich Mara davon nicht beeindrucken: Mit einer Quote von 40 % zeigte sie einige starke Paraden und sorgte damit für ordentlich Stimmung auf und neben dem Spielfeld. Kurz kam daher die Frage auf: Haben wir hier vielleicht ganz nebenbei einen neuen Goalie entdeckt?

Zum Glück konnte Cécile bald wieder weiterspielen, wodurch Mara wieder an ihren gewohnten Platz auf dem Flügel zurückkehren durfte. Die gute Stimmung, die während Maras Goalie-Einsatz entstanden war, hielt allerdings nicht ganz bis zum Schluss. Und irgendwie schien mit der Stimmung auch unsere Tordifferenz langsam davonzulaufen.

Am Ende also ein 23:33 und damit kein erfolgreicher Start in die neue Saison. Trotzdem hat das Spiel gezeigt, dass wir zu Beginn durchaus mithalten konnten und dass noch einiges an Potenzial vorhanden ist. Jetzt heisst es, die Lehren aus dem ersten Saisonspiel mitzunehmen, die 43 % Schussauswertung etwas nach oben zu schrauben und beim nächsten Mal dafür zu sorgen, dass unsere gute Stimmung nicht nach 45 Minuten gemeinsam mit der Tordifferenz verschwindet.