News
Die Damen gewinnen ihr Trainingsspiel gegen den KTV Wil mit 34:25. Und auch wenn es „nur“ ein Trainingsspiel war, gab es an diesem Abend gleich mehrere Premieren: Anouk und Noelle bestritten ihr erstes Spiel bei den Damen und Silvia stand zum ersten Mal als Damentrainerin an der Seitenlinie. Langweilig wurde es also definitiv nicht.
Gegen die vorgestellte Zweierverteidigung hatten wir zu Beginn noch etwas Mühe. Unsere Flügelspielerinnen mussten ihre gewohnten Positionen im Angriff verlassen und sich hinten in der Zweierverteidigung zurechtfinden. Die Abläufe waren dementsprechend anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig, mit der Zeit fanden wir aber immer besser ins Spiel.
Nach einem ausgeglichenen Start stand es zwischenzeitlich 10:10. Danach konnten wir uns immer weiter absetzen und zogen davon. Ganz abschütteln liessen sich die Wilerinnen allerdings nicht und kamen noch einmal bis auf fünf Tore an uns heran. Wir behielten aber die Ruhe, konnten den Vorsprung wieder ausbauen und brachten das Spiel am Ende mit 34:25 nach Hause.
Für Noelle gab es bei ihrem ersten Spiel bei den Damen gleich die erste kleine Lektion: Beim Gegenstoss lief sie los, bevor der Anpfiff erfolgt war. Passiert – schliesslich muss man ja irgendwo anfangen. 😉
Auch für Silvia war es ein besonderer Abend, nicht nur weil sie zum ersten Mal die Damenmannschaft coachte. Sie hatte sich nämlich eine eigene Taktik für die Auswechslungen überlegt: Nachrücken auf dem Bänkli. Wer vom Spielfeld kam, setzte sich hinten hin und rückte bei jeder weiteren Auswechslung einen Platz nach vorne, damit am Ende alle wieder an die Reihe kamen.
Was zunächst nach einer ziemlich simplen Organisationsmassnahme klingt, entpuppte sich als durchaus interessante Taktik. Schliesslich mussten wir dadurch immer näher zusammenrücken – und bei jedem Platz, den wir nach vorne rutschten, landeten wir direkt im Schweissfleck der Vorderen. Oder wie Viola es treffend formulierte: „So schweissen wir besser zusammen.“ Ob das nun tatsächlich der Grundgedanke hinter Silvias Taktik war, sei dahingestellt. Funktioniert hat es jedenfalls.
Nur bei der Frage, welche Selina denn nun eigentlich raus muss, wurde das System kurz auf die Probe gestellt. Klein oder gross? Und wen meinte Silvia überhaupt? Schliesslich standen beide Selinas auch noch nebeneinander auf dem Spielfeld. Eine eindeutige Namensgebung wäre für zukünftige Auswechslungen vielleicht noch eine Überlegung wert.
Für einen weiteren besonderen Moment sorgte Mara. Nach drei Zweiminutenstrafen wäre eigentlich die rote Karte fällig gewesen. Die Schiedsrichterin drückte jedoch ein Auge zu und liess sie weiterspielen. Ob Mara sie dafür bezahlt oder sogar bestochen hat, bleibt ungeklärt. Wir stellen keine weiteren Fragen.
Das Klatschen auf dem Bänkli funktionierte zwar, nur das gegenseitige Abklatschen wollte nicht so recht klappen. Eine neue Idee für den Bänkli-Applaus war deshalb schnell gefunden: Gebärdensprache-Applaus. Die Idee dazu entstand allerdings erst nach dem Spiel in der Garderobe – schliesslich muss man auch nach Abpfiff noch an den taktischen Feinheiten arbeiten.
Am Ende also ein 34:25-Sieg gegen den KTV Wil, ein gelungenes erstes Spiel für Anouk und Noelle bei den Damen und ein ebenfalls gelungener Einstand für Silvia als Damentrainerin. Wir konnten einiges ausprobieren, hatten zwischendurch unsere kleinen Schwierigkeiten und rückten am Ende nicht nur auf dem Bänkli, sondern auch auf dem Spielfeld ein Stück näher zusammen.




