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An Allerheiligen gab es für die Damen des HC Bruggen im nahen Ausland nichts zu holen. Sie unterliegen dem HC Buchs-Vaduz mit 19:21.

In Vaduz gibt es das eine oder andere Architekturbüro. Eines davon befindet sich am Schrägen Weg. Es trägt aber interessanter Weise nicht die Verantwortung für die schräge Mühleholz Halle. Schräg ist hier wortwörtlich die Bauweise. In der verteilten und gleichsam bedeckten Fläche verbirgt sich Potential für diverse Aktivitäten, Nutzungen und Funktionen. Am Nachmittag des 1. Novembers ist davon nicht viel zu sehen. Der Match des HC Buchs-Vaduz gegen die Damen des HC Bruggen ist der einzige Programmpunkt auf der Agenda.

Gegen den aktuell Tabellenzweiten der Gruppe brauchten die St.Gallerinnen im Angriff etwas Anlaufzeit. Das erste Tor fiel erst in der 5. Minute.  Da die Verteidigung konsequent und aggressiv agierte, konnte der HC Buchs-Vaduz keinen Vorteil daraus ziehen. So gestaltete sich die erste Halbzeit ausgeglichen. Die Brögglerinnen machten vorne angemessen Druck und hinten ausreichend dicht. Dank der harzfreien Halle hielten sich auch die technischen Fehler absolut im Rahmen, und von der Bank gab es laute (zu laute?) Unterstützung. Mit der knappen 10:9 Führung für die Gäste wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff verpassten es die Brögglerinnen dann allerdings, den Vorsprung auszubauen. In der Verteidigung fehlte die letzte Konsequenz und vorne wurde das Spiel zu statisch. Als wäre etwas von dem Schwung in den schrägen Katakomben geblieben. Die Damen aus dem Ländle und Umgebung liessen sich nicht zweimal bitten, glichen aus und gingen in Führung.

Ein Timeout sollte den nötigen Schwung wiederbringen, was zuerst nur bedingt gelang. Die Torumrandung wollte einmal mehr nicht mitspielen und einige 100%-Chancen wurden liegen gelassen. Die Brögglerinnen steckten allerdings nie auf, kämpften sich wieder heran und schafften in der 57igsten Minute den Ausgleich. In den letzten Minuten landeten dann noch zwei Bälle der Gegnerinnen im Netz, während die Schüsse der Brögglerinnen das nicht schafften. Dreimal hintereinander die Latte zu treffen und den Ball dabei immer in den eigene Reihen zu halten, schaffen allerdings auch nicht alle.

Zwei Tore im Handball sind wie zwei Hundertstel beim Skirennen – die lassen sich überall finden.

Wichtig ist, wie sich die Damen gegen die Niederlage gestemmt haben, und das mit einem Quäntchen mehr Konsequenz und Glück, der nächste Sieg greifbar wird.

In den ungewohnten (aber coolen!) pinken Trikots im Einsatz waren: Cécile; Lara, Viola, Silvia, Mara, Fiona, Katha, Angi, Adrienne, Yasi, Savia, Selina, Emma, Rahel, Annett.